Radball ist eine technisch-akrobatische Ballsportart, die vorwiegend in der Halle auf einer 14x11 m großen Fläche gespielt wird. Dabei besteht eine Mannschaft aus 2 Spielern, deren Aufgabe es ist den Ball, welcher nur mit dem Rad gespielt werden darf, im gegnerischen Tor unterzubringen. Das Spiel gewinnt, wer in der Spielzeit von zwei mal sieben Minuten die meisten Tore erzielt.

 

Berührt ein Spieler den Boden, darf er erst wieder am Spielgeschehen teilnehmen, wenn er mit seinem Rad die eigene Torauslinie überquert hat. Tut er dies nicht, gibt der Schiedsrichter entsprechende Strafstösse. Torwart und damit berechtigt den Ball auch mit den Händen abzuwehren, ist der Spieler, welcher sich innerhalb des Halbkreises vor dem eigenen Tor befindet. In diesen Torraum darf nur ein Spieler von jeder Mannschaft, wobei sich der angreifende Spieler nur zusammen mit dem Ball in diesem Bereich aufhalten darf. Regelverstöße der verteidigenden Mannschaft im Torraum werden mit einem 4m- Strafstoß geahndet, ähnlich dem Elfmeter beim Fußball. Der Eckballpunkt ist im Gegensatz zu anderen Ballsportarten ins Spielfeld eingerückt.

 

Radball kann aber auch mit 5 Spielern in einer Mannschaft gespielt werden, hierbei spielt man in der Halle auf einem Handballfeld. Und sogar mit 6 Spielern in einer Mannschaft ist Radball möglich, dann allerdings im Freien auf dem Rasen.

 

Die Ausübung dieser Sportart stellt hohe Ansprüche an die gesamte Muskulatur, den Gleichgewichtssinn und das Reaktions- und Konzentrationsvermögen des Sportlers. Die wechselnden Balancesituationen auf dem Rad verlangen vom Körper des Spielers ständig blitzschnelle Korrekturen. Schnelles Erkennen von Ungleichgewicht, kurze Reaktionszeiten und geschickt eingesetzte Muskelkraft ermöglichen erst das Gleichgewicht in den jeweiligen Spielsituationen zu halten. Zu dem Beherrschen des Rades kommen noch zusätzlich alle Elemente eines Ballspiels hinzu, wie z.B. die Ballsicherheit, Spielübersicht und Konzentration.

 

Radball ist dadurch eine Sportart, die den jungen Menschen hervorragend in seiner Gesamtheit fördert und schulen kann.