Die folgenden Vereinsjahre haben wir in Präsentationen zusammengestellt:


Jahresrückblick RCO 2007.pdf
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Jahresrückblick RCO 2008.pdf
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Jahresrückblick RCO 2009.pdf
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Jahresrückblick RCO 2010.pdf
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Jahresrückblick RCO 2011.pdf
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Jahresrückblick RCO 2012.pdf
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Jahresrückblick RCO 2013.pdf
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Jahresrückblick RCO 2014.pdf
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Jahresrückblick RCO 2015.pdf
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Jahresrückblick RCO 2016.pdf
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Eugen Spieth

Als sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts das Zweirad allmählich in der Bevölkerung etablierte und die Radfahrer sich zu Vereinen zusammenschlossen, wurde auch Oberesslingen von dieser Bewegung erfasst. Nach jahrelangen Versuchen, eine Radsportvereinigung ins Leben zu rufen, welche leider immer nur von kurzer Dauer waren, gelang es erst im Jahre 1903, dem Radfahrer Club das nötige Fundament zu geben. In der damaligen Zeit fand der Radsport in vielen Kreisen noch sehr wenig Sympathie, jedoch der Tatendrang der jüngeren Generation war nicht mehr aufzuhalten. Bereits in der ersten Zusammenkunft dieser Sportbegeisterten war der Drang zur Gründung einer Sportvereinigung erkannt worden. Es galt jedoch zunächst noch ältere Jahrgänge hierfür zu gewinnen. Am 29. Juli 1903 kam es dann auf Veranlassung der Herren Jakob Beuttler und Eugen Spieth zur eigentlichen Gründungs-versammlung. Dort erklärten 16 Mitglieder und 7 Jugendliche ihren Eintritt und gaben dem Verein den Namen "Radfahrer Club Obereßlingen Gegr. 1903".

Bannerweihe

Die ersten Jahre galten in der Hauptsache, neben dem gesellschaftlichen Leben, dem Touren- und Wanderfahren. Von einigen Mitgliedern wurde bereits Rennsport betrieben. Ebenso wurde durch den Beitritt zur Allgemeinen Radfahrer- Union das Korsofahren aufgenommen. Einen stärkeren Auftrieb erhielt der Verein erst im Jahre 1905, als sich die Mitgliederzahl auf 70 erhöhte. Es lag nun nahe, dass der Wunsch, bei Korsowettbewerben ebenfalls einen Banner zu besitzen, bei der jungen Radlerschar immer mehr Verlangen zeigte. Am 17. Juni 1906 hielt der Verein unter der Patenschaft des Radfahrer Club Viktoria Esslingen seine Bannerweihe, verbunden mit Straßenrennen, Langsamfahren und Blumenkorso ab.

Königspreis

Durch die Teilnahme der Rennfahrer an vielen außwärtigen Veranstaltungen wurden bald große Erfolge errungen. Bei Fernfahrten wie Wien-Berlin, Basel-Cleve, Aachen-Straßburg wurde bei starker Konkurrenz 1912 die Meisterschaft des Hessisch-Nassauischen Bundes errungen. Ausserdem wurde der heute noch im Vereinsbesitz befindliche Königspokal, gestiftet von König Wilhelm II, gewonnen. Durch die Erfolge der Rennfahrer angespornt, befassten sich weitere Mitglieder mit der Bildung einer Reigenmannschaft für den Saalsport. Diese stellte in dieser Zeit noch eine seltene Sportart dar. Erst durch einen Versammlungsbeschluss am 11. Novemeber 1907, mit dem Reigenfahren zu Beginnen, gab den Auftakt zu einer Reihe schöner Erfolge.

Fuchsjagd 1913

Wenn auch zunächst mit Tourenrädern begonnen werden musste, so konnten bereits im Jahre 1909, 9 Saalmaschinen angeschafft werden, um den Mitgliedern zur Ausübung dieser Sportart das notwendige Rüstzeug zur Verfügung zu stellen. Dies führt zum wohl grössten Erfolg der damaligen Vereinsgeschichte. Dem Gewinn der Deutsche Meisterschaft 1911 im 8er Kunstreigenfahren in Neustadt a.H. und dem Gewinn des Prinzregentenpreises Luitpold von Bayerns. In der neu ins Sportprogramm des Radfahrer Club aufgenommen Sportart 2 er Radball wurde im Jahr 1912 neben dem erneuten Gewinn der Deutschen Meisterschaft im 8er Reigen in Reutlingen der 3. Platz beim 27. Kongress der A.R:U. in Ansbach gewonnen. Nicht außer acht gelassen wurden die damals als schönste Zweige des Radsports empfundenen Wanderfahrten und die Fuchsjagden. Als schönste Erlebnisse von damals wurden Fahrten durch die Pfalz, das Rheintal, Sachsen, Schwarzwald und an den Bodensee geschildert.

Kimmich/Fahrion

Von ernsten Schicksalen blieb auch unser Verein nicht verschont. Der erste Weltkrieg 1914-1918 brachte das Vereinsleben zum Erliegen. Jedoch bereits im Jahre 1919 konnte der Verein mit einem Saalfest an die Öffentlichkeit treten, das in Folge zu einer großen Anzahl neuer Mitglieder führte. Unter den neu eingetretenen Mitgliedern befanden sich mehrere musiktreibende und musikbegeisterte Personen. Es gelang die Gründung einer Hauskapelle, deren Mitwirken sich bei den Vereinsveranstaltungen günstig bemerkbar machte. Im Jahr 1924 wurde auf dem Saalsport-Parkett im Radball der Süddeutsche Meistertitel von Kimmich-Schumacher bejubelt. In den Niederschriften des Vereines sind in den Jahren 1930 bis 1933 die Namen von K. Auracher, Emil Spieth, W. Schweizer, H. Mangold, E. Mangold, August Baur, Karl Scharpf und Eugen Keuerleber vermerkt. Diese Alt-Oberesslinger errangen wärend dieser Zeit die Siege im Reigenfahren des Landesverbandes Württemberg. Die Zeichen der Zeit brachten es mit sich, dass der Sportverband in den Deutschen Reichsbund mit dem Fachamt Radsport in andere Bahnen gelenkt wurde. Durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben rasch zum Erliegen, zumal kurz hintereinander die Mitglieder zum Kriegsdienst einberufen wurden. Am Schluss des Krieges ging noch das gesamte Übungsmaterial der Reigenmannschaft verloren. Nur langsam erholte sich der Übungsbetrieb des Vereines unter grossen Opfern der Vereinsangehörigen wieder. Um dem damaligen Zeitgeist Ausdruck zu Verleihen sollen die Worte eines Schilderers von Sport und Natur zum 50-jährigen Jubiläum des RCO Gehör finden:

 

Das Auge schärfen und den Körper stählen,
Das Harte tragen und das Schwere wählen,
Den Sturm nicht scheuen und die Höhe meistern,
In trotz’gem Kampf sich für ein Ziel begeistern,
StetsSelbstzucht üben und die Tatkraft mehren,
Die Ferne suchen und die Heimat ehren,
Das Schöne lieben und der Natur sich weih’n
Heist Rad fahren und in Wahrheit Sportsmann sein.
(Harro von Stemann)



In den 50er Jahren brach eine neue Ära innerhalb des Radfahrer Clubs an. Die erste Mädchenmannschaft nahm mit guten Erfolgen auf Landesebene im Kunstradsport teil. Im Jahre 1953 und 1956 hatten auch im Jugendbereich zwei Radballmannschaften die Konkurrenz in Württemberg und Süddeutschland hinter sich gelassen. Es waren zunächst Georg Fahrion und Adolf Kimmich und dann Manfred Bäder und Erich Beuttler.

Alwine Korn

Das Interesse der Bevölkerung für die Radballspieltage war so gross, dass die Herderschulturnhalle aus allen Nähten platzte. In den Kunstradwettbewerben waren Alwine Korn im einer Kunstfahren und Jürgen Kielmann und Hartmut Baur im zweier Kunstfahren in den Jahren 1957 bis 1963 fast unschlagbar. Sie errangen viele Württembergische Meistertitel. Alwine Korn wurde 1963 Bronzemedalliengewinnerin bei der Deutschen Meisterschaft und in den Jahren davor 4-te und 6-te. Zweimal drittplazierte und zweimal vierte bei den "Deutschen" wurden Baur-Kielmann. Das das Wanderfahren auch als Leistungsport gesehen werden kann, bewiesen die 8000 gefahrenen Fahrrad-Kilometer im Jahre 1958 von Rudi Keuerleber. Auch wieder im Schüler und Jugendbereich, und dies zieht sich wie ein roter Faden bis in die heutige Zeit durch die Vereinsgeschichte waren in den 60er und 70 er Jahren die gewonnenen Württembergischen Meistertitel von zunächst Werner Keuerleber und dann im Jahre 1973 von Ursula Schneider im einer Kunstfahren. Ursula erreichte in 15 Jahren aktiver Spitzensporttätigkeit 3 mal das Finale der Deutschen Meisterschaft. Dort belegt Sie gute Mittelplätze. Sie musste 1983 ihren Sport aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen.

Holger Mack/ Peter Widmann

Damit war auch ein Stück Vereinsgeschichte im Kunstradsportbereich bis Ende der 80 er Jahre beendet. Es begann die Zeit, in der sich das Vereinsinteresse auf den Zweig Radballsport konzentrierte. Das Wanderfahren und die sogenannten Fuchsjagten bildeten, wie seit den Gründerjahren, nach wie vor den Freizeitsportbereich für die ganze Familie. Ausserdem wurde die Tradition der Vereinsausflüge wiederbelebt, bei dem ein starker Zusammenhalt der Aktiven und Passiven Mitglieder entstand, bis in die heutige Zeit. Im Radball war in den 70 er Jahren bis 1982 in der Radball Landes-und Oberliga die Mannschaft Rolf Herter und Reinhard Mannes unter den besten Mannschaften von Württemberg. Sie waren Vorreiter für nun förmlich aus dem Boden spriessenden Talenten. Zunächst stiegen Holger Mack und Jürgen Keuerleber nach sehr guten Erfolgen im Schüler und Jugendbereich im Jahre 1992 ebenfalls in die Radball Oberliga auf. Die Mannschaft RC Oberesslingen 1 formierte sich mit Holger Mack und Peter Widmann im Jahr 1995 neu.

Max/Simon/Philipp/Stefan

Im Sog dieser Spitzenmannschaft des RCO, die seit 1997 in der 2. Bundesliga spielt, und der routinierten Oberligamannschaft Jürgen Beuttler und Ingo Fochler, spielen sich still und heimlich (unheimlich) zwei Brüderpaare in die Spitze des Deutschen Radballsportes in der Jugend.Es sind dies Philipp Bläsi/Simon Mannes und die jüngeren Kracks Max Bläsi/Stefan Mannes.1998 wurde bei den Schülern B die Württembergische Meisterschaft durch Philipp Bläsi und Simon Mannes gewonnen. Dieser Beginn der Erfolgsserie setzte sich fort mit dem sage und schreibe in Folge dreifachen Gewinn der Deutschen Meisterschaften 2000/2001/2002 der Schüler und Jugend im Radball. Dies gab es in der Geschichte des Deutschen Hallenradsportes noch nie. Max Bläsi/Stefan Mannes gelang bei der DM 2000 und 2002 jeweils der 5.Platz. Zu den Sportlern des Jahres der Stadt Esslingen wurden Philipp Bläsi/Simon Mannes gewählt.

Erste Einradmannschaft des Vereins

Eine weitere, für den Verein erfreuliche Entwicklung war die Auferstehung des Kunstradsportbereiches. In der Sparte Einradfahren konnte unter der Leitung von Gabriele Pfeiffer im Jahre 2001 erstmalig in der Vereinsgeschichte die für Mädchen interessante Sportart angeboten werden. Die 4er Einrad-Mannschaft RC Oberesslingen 1 errang im Jahr 2002 auf Anhieb den 6. Platz bei der Württembergischen Meisterschaft. Inzwischen nehmen 4 Einradmannschaften im Nachwuchsbereich an den Wettkämpfen teil. In der alt erwürdigen und inzwischen renovierungsbedürftigen Sporthalle der Herderschule Oberesslingen werden wieder Trainingsstunden abgehalten. Der Kreis zu den Sportstätten der Gründungsjahre schliesst sich wieder. Im 5er Radball ist der Radfahrer Club ebenfalls sehr erfolgreich. Mit den Spielern Holger Mack, Peter Widmann, Ingo Fochler, Marko Reimann, Eberhard Scharpf, Axel Pleißner, Simon Mannes und Philipp Bläsi gelangen 2003 der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Sternstunden des Vereinssportes des Radfahrer Club Oberesslingen mündete im Jubiläumsjahr in der Ausrichtung der Deutschen Hallenradsportmeisterschaft 2003 der Jugend und Junioren. Am  24.5. und 25.5.2003 bei der Deutschen Meisterschaft in der Sporthalle Weil waren die Radballer Bläsi/Mannes wieder vertreten und trugen die Vereinsfarben des RCO. Bei dieser Veranstaltung, die unter Mithilfe von vielen Freunden und Bekannten des Radfahrer Club, laut Tenor vom Bund Deutscher Radfahrer ein voller Erfolg wurde, waren 2500 Zuschauer anwesend. Unter grosser Begeisterung errangen Max Bläsi und Stefan Mannes den Titel des Deutschen Meisters bei der Jugend. Simon Mannes und Philipp Bläsi mussten sich nur Iserlohn geschlagen geben und wurden Vizemeister bei den Junioren.

Philipp Bläsi / Holger Mack (Trainer) / Simon Mannes

Die Brüderpaare spielen nun seit einigen Jahren im Kader des Bundes Deutscher Radfahrer.Der Bund Deutscher Radfahrer hat für die Junioren Europa-meisterschaft 2003 im schweizerischen Althaus beim Vierwaldstätter See neben dem RC Oberesslingen 1 mit Philipp Bläsi und Simon Mannes als Ersatzteam Oberesslingen 2 mit Max Bläsi und Stefan Mannes nominiert. Der erste Auftritt mit Vertretern des RCO auf internationaler Ebene ist das i-Tüpfelchen und sprengt alle Superlativen, die unser Vereinssport bisher zu bieten hat. Es galt, gegen starke Konkurrenz aus Ungarn, Belgien, Frankreich, Tschechien, Österreich und die Schweiz zu bestehen. Alle Begegnungen bis auf ein Unentschieden gegen Tschechien, gewannen Philipp Bläsi und Simon Mannes souverän und wurden verdiente Europameister.

Gruppenbild mit Fans bei der DM 2002

Wie wird die Geschichte des Radfahrer Club Oberesslingen weitergeschrieben? Die Zukunft, vor der wir keine Bange haben sollten, wird positiv sein, wenn der Zusammenhalt innerhalb des kleinen, nur ca. 100 Mitglieder starken RCO’s aufrechterhalten bleibt. Abschliessen mit den Worten aus der heutigen Zeit


„Wer für seine Erfolgserlebnisse nicht selber sorgt, hat sie nicht verdient und kämen
wir nur hin, wenn wir immer nur fragen wo kämen wir hin und nicht gingen
um zu sehen, wohin wir kämen wenn wir gingen?“

 

wünscht der Radfahrer Club Oberesslingen viel Spass bei den Veranstaltungen im Kreise der grossen Radsportfamilie.

Eröffnungsrede beimJubiläum 2003

Die ersten 100 Jahre hat der Radfahrer Club Oberesslingen nun hinter sich gebracht. Und dies wurde natürlich mit einem großen Jubiläumsfest ausgiebig gefeiert. Zudem gab es 2003 auch noch ein Helferfest, an dem alle teilnahmen, die bei den Großveranstaltungen im Jubiläumsjahr 2003 mitgewirkt hatten. Aber auch die Zukunft brachte viele weitere herrausragende Erfolge für den RCO.Das Jahr 2004 begann und verlief ebenso erfolgreich, wie das vergangene Spitzenjahr geendet hatte. Zunächst gab es viele interessante Qualifikationen und Meisterschaften bei denen auch die Jüngeren des RCO erfolgreich abschlossen. Aber dann drehten die Mannschaften des RCO richtig auf. Im Einrad konnte sich die Juniorinnen Mannschaft (Lea Mendler/ Cornelia Pfeiffer/ Sonja Pfeiffer/ Tanja Pfeiffer) erstmals für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren und erreichte einen tollen 7.Platz.Genauso gut machten es im Radball der Schüler Jakob Paxian und Manuel Lutz. Sie erreichten ebenfalls den 7. Platz bei ihren Deutschen Meisterschaften.

Gruppenbild beim Vereinsausflug 2005

Die beiden Junioren Mannschaften des RCO belegten zudem die ersten beiden Plätze bei den Deutschen Meisterschaften. Der erste Doppelerfolg eines Vereines in der Radballgeschichte.Dies war aber noch immer nicht alles. Denn Stefan Mannes und Max Bläsi holten sich im österreichischen Lustenau auch noch den Juniorenvizeeuropameistertitel.Aber nicht nur im Nachwuchssport wurde gespielt. Auch die Aktiven schlossen ihre Verbansrunden mit durchweg guten Platzierungen ab.Insgesamt gesehen war das Jahr 2004 wieder ein Rekordjahr für den RCO. Der positive Trend der letzten Jahre führte wohl dazu, dass der RCO 10 Radballmannsschaften und 4 Einradmannschaften in diese Wettkampfsaison schicken konnte. So viele wie noch nie zuvor in der Vereinsgeschichte. In ganz Oberesslingen und Umgebung fragte man sich nach diesem Jahr, wie es nun weiter gehen würde und was die neue Saison 2005 bringen würde. Gemischte Gefühle machten sich breit. Die einen warnten davor, dass man die vergangenen Erfolge auf gar keinen Fall als selbstverständlich hinnehmen sollte. Andere waren dagegen weiterhin optimistisch und glaubten, dass die Erfolge auch 2005 anhalten würden. Es galt einen Mittelweg zu finden. Der Verein drufte nicht nur auf die großen Erfolge der Nachwuchsmannschaften zählen, sondern es musste versucht werden, die Veriensgemeinschaft in der gesamten Breite zu stärken. Dadurch ging es im Jahr 2005 nicht nur um sportliche Erfolge, sondern auch um das Ausbauen der Vereinsgemeinschaft. Um dem großen Nachwuchs des RCO genüge zu werden, veanstaltete man im Mai 2005 einen mehrtägigen Vereinsausflug.

Sieger des Japanscups (Stefan/ Max )

Im Jahr 2005 hat sich die erfolgreiche sportliche Entwicklung der vergangenen Jahre weiterhin fortgesetzt. Zum ersten Mal konnte eine Einradmannschaft bei einer DM auf das Treppchen steigen. Die Juniorinnen Lea Mendler, Tanja, Sonja und Cornelia Pfeiffer erreichten bei der DM in Erfurt den 3. Platz. In den Wettkämpfen, zuvor wurden sie erste bei der Kreismeisterschaft und beim Bezirkspokal. Den 2. Platz errangen sie bei der Bezirks- und der Württembergischen Meisterschaft. Die 2. Juniorenmannschaft sicherte sich bei den Kreismeisterschaften den 3. Platz. OE I bei den Schülerinnen wurde 3. Kreismeister und 2. Bezirksmeister und erfuhr sich die Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften in Rösrad.Die Glanzlichter im Radball der Elite setzten die beiden 2. Bundesligamannschaften.Holger Mack erreichte in seiner letzten Saison mit Peter Widmann den hervorragenden 4. Platz vor den Vereinskameraden Philipp Bläsi und Simon Mannes auf dem 5. Platz. Innerhalb von 10 Jahre hatte sich diese Mannschaft von der untersten bis in die zweithöchste Radballklasse hochgearbeitet und sich fest in der 2. Bundesliga etabliert. Einsatzfreude, hohes spielerisches Talent, excellentes Zusammenspiel und Zähigkeit zeichnete diese Mannschaft aus. Ihr ausgereiftes Spiel war eine Augenweide für den Zuschauer. Leider beendete Holger Mack seine Karriere als aktiver Sportler im 2er Radball nach der Saison 2004/2005, bei der diese Topmannschaft nocheinmal einen hervorragenden 4. Platz erkämpfen konnte. Auch in der 5er Bundesliga setzte sich unsere Mannschaft mit Holger Mack, Peter Widmann, Eberhard Scharpf, Marco und Tom Reimann, Dominic Giora, Philipp und Max Bläsi und Simon und Stefan Mannes glänzend in der 1. Bundesliga durch und erreichten einen unglaublichen 4. Platz bei der DM. Die Schüler A-Mannschaft Pflanzl/Langbein konnte sich nach dem 1. Platz in der Verbandsrunde und einen 3. Platz bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften beim ¼-Finale zur DM mit einem 4. Platz leider nicht mehr durchsetzen.Die Junioren Max Bläsi und Stefan Mannes waren sicherlich in Nachwuchsbereich das RCO-Aushängeschild. Sie gewannen alle ihre Wettbewerbe und wurden nach dem Baden-Württembergischen Meister auch Deutscher Meister. In der Euro-Qualifikation setzten sie sich ebenfalls an die Spitze und gewannen schließlich in Nufringen auch die Europameisterschaft. Aufgrund ihrer Leistungen konnten Max Bläsi und Stefan Mannes, wie ihre Brüder 2 Jahre zuvor, an einem Nachwuchsaustausch mit Japan teilnehmen. Dabei erspielten sie sich den Pokal des Japancups.

BW-Meisterschaft 2006

Damit waren Mannschaften des RCO in den letzten 3 Jahren immer die 1. Wahl in Deutschland und vertraten diese Position mit 2 Europameisterschaftstiteln und einer Vizeeuropameisterschaft auf die beste nur denkbare Art. Damit geht aber auch eine glorreiche Ära zu Ende. Die Erfolge seit dem Jahr 2000 mit dem Gewinn der Schülermeisterschaft durch Simon und Philipp, werden sich wohl nicht wiederholen lassen. Diese 5 Jahre waren eine Ausnahme. Zwei Mannschaften und ihr Trainer haben in dieser Zeit Radballgeschichte geschrieben. Die Einmaligkeit liegt in der Summe und der Kontinuität der Ereignisse, denn die Liste der Titel ist riesig und fast lückenlos.Jeder Verein wäre froh gewesen, eine solche Mannschaft in den Reihen zu haben – der RCO hatte das unverschämte Glück gleich zwei zu haben.Die letzten 5 Jahre haben dem RCO außer diverser Titel auch noch ein erfreuliches Anwachsen der Mitgliederzahl im Nachwuchsbereich beschert. Noch nie waren soviel junge Sportlerinnen und Sportler in unserem Verein. Dies nicht abreißen zu lassen muss unsere Aufgabe in der Zukunft sein.Wie auch in den letzten Jahren setzten sich 2006 die sportlich Erfolge des RC-Oberesslingen weiter fort. Es gab aber auch den ein oder anderen Wehmutstropfen. So konnte die sich die Mannschaft Jabob Paxian und Manuel Lutz aufgrund einer langwierigen Verletzung von Manuel nicht für die Deutschen Meisterschaften der Schüler A qualifizieren. Außerdem stieg eine Mannschaft aus der 2. Bundeliga ab. In allen Spielklassen und Disziplinen wurde gekämpft, gewonnen und manchmal auch verloren.Im 4er Einrad der Juniorinnen qualifizierten sich gleich 2 Mannschaften für die Deutsche Meisterschaft in Bergheim (NRW) und erreichten dabei den 21. und 22. Platz bei ihrer ersten DM-Teilnahme. Auch die 6er Einradmannschaft konnte bei dieser Meisterschaft starten und belegte einen sehr guten 8. Platz. Im Radball waren eines der Highlights sicherlich das Erreichen des U23-Pokalfinales durch die Mannschaften Philipp Bläsi / Simon Mannes und Max Bläsi /Stefan Mannes.Gleichzeitig qualifizierte sich Max und Stefan auch für das Finale des Deutschlandpokals, erreichten ungeschlagen den 1. Platz in der 2. Bundesliga und wurden auch im Aufstiegsturnier während der DM in Wölfersheim ungeschlagen Erste. In der Saison 2006/2007 spielt deshalb zum 1. Mal in der Geschichte des RCO’s eine Mannschaft in der 1. Bundesliga im 2er Radball. Zusätzlich zu diesen Leistungen qualifizierte sich auch die 5er Radballmannschaft in der 1. Bundesliga zu den Deutschen Meisterschaften in Gärtringen. In einem außergewöhnlich hochklassigen Turnier erreichten sie den 5. Platz und gehören wie in den vergangenen 2 Jahren zu den Spitzenteams im 5er Radball. Außerdem erreichten sie einen 3. rang vei den Baden-Württembergischen Meisterschaften.

Vereinsfeier mit allen!

Alle unsere Sportlerinnern und Sportlern garantieren seit Jahren ein ausgesprochen hohes Niveau im Hallenballsport. Sie haben den RC Oberesslingen in Hallenradsportkreisen wieder bekannt und geachtet gemacht.Aber nicht nur sportlich war der RCO in diesem Jahr aktiv. Getreu dem Motto, dass die Vereinsgemeinschaft gestärkt werden soll, veranstaltete der RCO viele Feste und tat auch ansonsten viel um den Zusammenhalt auszubauen.Da gab es zum einen den berühmten Vereinsausflug auf die Wolfsbühlhütte, bei dem Jung und Alt viel Spaß hatte - vorallem am Lagerfeuer. Aber auch bei den Wanderfahrten von und mit Alwine Mack kamen immer wieder alle zusammen. Eines der Highlights war aber auf jeden Fall die Vereinsmeisterschaft 2006 mit den neuen Vereinsmeistern Max Bläsi und Holger Mack. Sowie der anschließenden Vereinsfeier mit dem passenden Titel zur Fussball WM "Der RCO zu Gast bei Mannes". Hier waren alle Mitglieder und vorallem auch die Eltern der jungen Sportler eingeladen. Diese Feier zeigte, wie sehr sich der RCO in den letzten Jahren verändert hat, denn so viele energiegeladene junge Sportler hatte der RCO noch nie in seiner Geschichte. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung: sportliche Erfolge und Geselligkeit gehen beim RC-Oberesslingen einher. Zudem gab es noch die seit Jahren etablierten und zur Tradition gewordenen Feste des RCOs: das Wäsemlesfest und das Schlachtfest - beide mit großem Erfolg. Zusammenfassend lässt sich für das Jahr 2006 eine äußerst positive Bilanz ziehen. Der RCO hat es durch seine vielen Helfer und nicht müde werdenden Funktionäre wieder einmal geschafft, sportliche Erfolge zu verwirklichen und dabei den Spaß und die Freude am Sport, sowie das Miteinander nicht aus den Augen zu verlieren. Außerdem kann der RCO stolz sein, auf den gelungenen Versuch, die Eltern und Angehörigen der jungen Sportler in das Vereinsleben zu integrieren.